Chirurgie

In unserer Praxis führen wir neben Standardoperationen wie z.B. Kastration und Frakturversorgung auch weitere spezielle Operationen durch.

Die Weichteilchirurgie umfasst Bauchoperationen von Milz, Leber, Darm und weiteren inneren Organen. Außerdem führen wir routinemäßig Gaumensegelkorrekturen, v.a. bei brachizephalen Hunderassen durch.

Die Knochenchirurgie beinhaltet bei uns Gelenksoperationen des Ellbogens, des Schultergelenks sowie der Hüfte und Kniescheibe (Patellaluxation).

Zusätzlich bieten wir eine optimale Versorgung eines Kreuzbandrisses an (TPLO, TTA). Außerdem führen wir in besonderen Fällen auch Arthroskopien der Gelenke durch.
Bei neurochirurgischen Eingriffen können wir v.a. Bandscheibenprobleme beheben.

Bei allen Operationen legen wir großen Wert auf eine verträgliche Narkose, sowie eine intensive Narkoseüberwachung. Sollten Sie Fragen zu einem bestimmten Eingriff haben,
sprechen Sie uns gerne an.

Chemotherapie

Neben der chirurgischen Behandlung von Tumoren hat der Einsatz von Chemotherapeutika in der Tiermedizin an Bedeutung gewonnen.

Mit der Chemotherapie streben wir eine Lebensverlängerung bei guter Lebensqualität an. Das Ziel dieser Therapie bei Hund und Katze ist nicht zwingend eine Heilung, obwohl diese in Einzelfällen erreicht werden kann.

In bestimmten Fällen sprechen bösartige Erkrankungen gut auf Chemotherapeutika an. Hierbei ist vor allem das Lymphom hervorzuheben.

Aber auch andere Tumoren wie z.B. Analbeutelkarzinome, Mastzelltumoren, Schilddrüsenkarzinome etc. können so therapiert werden.

Die Aufklärung des Besitzers über Kosten, Vor- und Nachteile der Therapie ist uns sehr wichtig und findet grundsätzlich vor jeder Behandlung statt.

Chiropraktik

Im April 2014 hat Frau Dr. Katja Schwartau Ihre Zusatzausbildung im Bereich Chiropraktik (IAVC / IVCA) erfolgreich abgeschlossen. Ihr Wissen auf diesem Gebiet bietet eine wertvolle Ergänzung zu unserer medizinischen Grundversorgung. Parallel zu ihrer Praxistätigkeit doziert Frau Dr. Schwartau seit Januar 2015 an der International Academy of Veterinary Chiropractic.

Die Chiropraktik befasst sich mit der Beziehung zwischen Körperstrukturen, der Wirbelsäule und seinen Funktionen, v.a. denen des Nervensystems. Nach einem Trauma zum Beispiel können Gelenke in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sein und damit die Funktionen des Skelett-, Muskel- und Nervensystems negativ beeinflussen.

Löst man diese sogenannten Blockaden mit einem spezifischen Impuls, ist die Gelenkbeweglichkeit wieder hergestellt und die Funktion des Bewegungsapparates wird verbessert. Auch für ältere Patienten und Hunde mit besonderer Beanspruchung ist die Chiropraktik eine geeignete Therapie und Gesundheitsprophylaxe, denn sie zielt auf eine ursächliche Behandlung des Problems ab und fördert eine schnellere und zugleich nachhaltige Heilung.

Computertomographie

Seit Herbst 2015 haben wir die Möglichkeit in unserer Praxis eine Computertomographie (CT) durchzuführen. Diese hervorragende Bildgebung ist ein Schnittbildverfahren, welches eine optimale Darstellung der zu untersuchenden Körperregion liefert.

Darüber hinaus geben die dreidimensionale Abbildung der Strukturen besonders aufschlussreiche Einblicke in den Körper ihres Tieres – dies ist so mit keiner anderen Technik möglich.

Unser CT von General Electric (GE), ein moderner 16-Zeiler, bietet uns damit eine weitere diagnostische Option und Ihnen eine detaillierte Aussage über das zugrunde liegende Problem. Im Anschluss an diese Untersuchung können wir dann eine geeignete Therapie für Ihr Tier auswählen.

Endoskopie

Die endoskopische Untersuchung ist ein wichtiger Bestandteil bei der Abklärung von Erkrankungen des Atemtraktes, Verdauungstraktes sowie Harnapparates. Sie ermöglicht eine direkte Beurteilung der inneren Organstrukturen.

Außerdem bietet diese Untersuchungsmethode die Möglichkeit der Probenentnahme von veränderten Gewebeteilen oder Sekreten und ist hilfreich in der Tumordiagnostik. Auch die Entfernung verschiedener Fremdkörper unter Sichtkontrolle ist mit dieser Methode möglich.

Da die Tiere diese Untersuchung nicht ohne weiteres tolerieren, wird sie ausschließlich in Vollnarkose durchgeführt.

Echokardiographie (= Herzultraschall) mit Farbdoppler

Zur Untersuchung bei Herzerkrankungen führen wir die so genannte Echokardiographie des Herzens durch. Die Herzultraschalluntersuchung ist eine Routinemethode zur Diagnose von Herzerkrankungen. Um den Schallkopf optimal am Brustkorb positionieren zu können und um die beste Bildqualität zu erreichen, lagern wir die Tiere in Seitenlage auf einem speziellen Tisch mit einer Öffnung.

Mit Hilfe des Herzultraschalls erhält man vor allem Aufschluss über die Gesamtgröße des Herzens, die Struktur von Herzwänden und -klappen und deren Bewegungsabläufe, die Wanddicke von Vorhöfen und Herzkammern, die Größe der Herzinnenräume und die Auswurfleistung des Herzens.

Dadurch können vor allem Herzklappen-Erkrankungen, Herzmuskel-Erkrankungen, Fehlbildungen von Gefäßen, Flüssigkeitsansammlungen im Herzbeutel oder Tumorerkrankungen diagnostiziert werden. In Kombination mit dem Farbdoppler ist die gleichzeitige Untersuchung von Herzstrukturen und Blutstrom möglich. Dieses Verfahren liefert daher wichtige Ergebnisse für die Beurteilung der Herzklappen-Funktion.

Die Ultraschalluntersuchung ist nicht schmerzhaft und verläuft praktisch gefahrlos. Damit die Untersuchung so angenehm wie möglich erfolgt, können Sie selbstverständlich während der gesamten Untersuchung bei Ihrem Tier bleiben.

Impfungen

Die Impfung ist eine wichtige und wirkungsvolle Maßnahme zur Verhinderung von Infektionskrankheiten. Daher ist die Notwendigkeit bestimmter Impfungen, wie beim Menschen auch, unbestritten. Wir führen vollständige Grundimmunisierungen oder auch individuelle Impfprogramme für bestimmte Haltungsweisen und Reisen durch. Unsere Impfschemata richten sich nach den Leitlinien der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG).

Es ist wichtig Tiere durch regelmäßige Impfauffrischungen optimal zu schützen, dabei sollte jedoch nicht häufiger als notwendig geimpft werden.

Eine Dokumentation im Impfpass Ihres Tieres bietet daher gute Kontrollmöglichkeiten. Außerdem nehmen wir die jährliche Impfung zum Anlass ihr Tier zu untersuchen, damit wir weitere Krankheiten aufdecken und gegebenenfalls behandeln können.

Neurologie

In der Neurologiesprechstunde behandeln wir Kleintiere mit Erkrankungen des ZNS (Gehirn und Rückenmark), der Nerven und der dazugehörigen Muskulatur. Beim klinisch neurologischen Untersuchungsgang werden Bewusstsein, Verhalten, Gangbild und die Orientierung im Raum beurteilt. Außerdem untersuchen wir speziell die neurologischen Funktionen der einzelnen Gliedmaßen und des Kopfes. Ziel der Untersuchung ist es, eine genaue Lokalisation der neurologischen Störungen zu finden.

Im Anschluss an die Untersuchung entscheiden wir gemeinsam mit dem Besitzer, welche weiteren Untersuchungsmaßnahmen sinnvoll und damit anzuraten sind.

Dabei haben wir die Möglichkeit besondere Laborparameter zu bestimmen, Röntgenbilder anzufertigen, Liquorpunktionen durchzuführen oder (extern) CT- und MRT-Bilder herstellen zu lassen. Über eine medikamentöse Behandlung wird individuell entschieden.

Röntgenologie

Die Röntgendiagnostik ist ein wichtiges bildgebendes Verfahren und dient der Darstellung von Organen im Brust- und Bauchbereich oder von Knochen und Gelenken. Darüber hinaus ist sie eine unersetzliche Technik bei der Fremdkörpersuche. Außerdem sind wir durch die Tierärztekammer berechtigt, offizielle HD- und ED-Röntgenaufnahmen herzustellen.

Um eine optimale Bildqualität bei gleichzeitig geringer Röntgenstrahlung zu gewährleisten besitzen wir ein digitales Röntgengerät. In den meisten Fällen kann diese Untersuchung ohne Sedation oder Narkose durchgeführt werden. In Einzelfällen müssen wir jedoch darauf zurückgreifen, um dem Tier die Untersuchung zu erleichtern.

Sprechen sie uns gerne an, wenn Sie offizielle HD- und ED-Röntgenaufnahmen im Rahmen einer züchterischen oder sportlichen Tätigkeit ihres Tieres benötigen oder vereinbaren Sie direkt einen Termin.

Sonographie

Die Ultraschalldiagnostik gehört zu den bildgebenden Verfahren, bei denen v.a. Weichteilstrukturen sehr gut beurteilt werden können. Die Ultraschalldiagnostik bietet eine optimale Untersuchungsmöglichkeit von Herz- und Kreislauferkrankungen. (Sehen Sie sich hierzu auch die Informationen unter EKG - Echokardiographie mit Farbdoppler an.)

Der Ultraschall des Bauchraumes hilft vor allem beim Erkennen von Strukturen des Magens, des Darmes, der Leber, Milz und Nieren oder Blase. Darüberhinaus bietet diese Methodik eine gute Möglichkeit zur Untersuchung von Tumoren und deren Zellgrenzen. Auch die Lage von Fremdkörpern kann so gut bestimmt werden. Ultraschallgestützte Flüssigkeitsproben aus Herzbeutel und Bauchraum oder Bioptate aus der Leber und Milz können von uns entnommen werden. Diese Proben werden dann für eine weiterführende, histologische Diagnostik verwendet.

In der Regel führen wir diese Untersuchung ohne Sedation oder Narkose durch. Selbstverständlich können Sie während der Ultraschalluntersuchung bei Ihrem Tier bleiben.

Tierernährung

Unsere Tierärzte und Tierärztinnen stehen Ihnen gerne bei Fragen zum Thema Ernährung zur Seite. Wir überprüfen die aktuellen Futterrationen ihres Tieres und optimieren diese gegebenenfalls.

So haben wir bei unserer Ernährungsberatung die Möglichkeit das Futter an bestimmte Leistungsstadien (Wachstum, Trächtigkeit, Laktation) oder Erkrankungen (Adipositas, Futtermittelallergien, Wachstumsstörungen, Magen-Darm-Probleme, Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus oder Harnsteine) anzupassen.

Futterkalkulationen zum Thema B.A.R.F.en führen wir in unserer Praxis leider nicht durch. Hierzu verweisen wir gerne auf das Institut für Tierernährung der Tierärztlichen Hochschule in Hannover.

Verhaltenstherapie

Heute sind unsere Haustiere vollwertige Familienmitglieder und dabei vergessen wir häufig, dass sie auch arteigene Ansprüche stellen, die nicht mit denen eines Menschen vergleichbar sind. Aus dieser Grundproblematik ergeben sich häufig Konfliktsituationen zwischen Mensch und Tier oder bei Tieren untereinander. Bestimmte Verhaltensweisen, ob arttypisch, aufgrund einer Erkrankung oder durch Lernen und Erfahrung entstanden, können in der verhaltenstherapeutischen Sprechstunde evaluiert werden.

Die Verhaltenstherapie beinhaltet immer ein ausführliches Erstgespräch. Hier werden alle wichtigen Details erfragt und aufgenommen. Danach ergeben sich unterschiedliche Therapieansätze. Auch die Dauer einer Verhaltenstherapie ist abhängig von der jeweiligen Thematik und muss individuell entschieden werden. Einige Probleme können innerhalb weniger Wochen oder Monate gelöst werden, andere erfordern eine längerfristige Zusammenarbeit.

Wenn Sie Probleme mit Ihrem vierbeinigen Partner haben und nicht wissen wie sie diese lösen sollen, zögern Sie nicht uns anzusprechen. Ein Erstgespräch verpflichtet Sie übrigens nicht zu einer weiteren Behandlung.

Zahnheilkunde

In unserer Praxis zählen Zahnbehandlungen zu den täglichen Routineeingriffen. Hierzu zählen v.a. die Zahnsteinentfernung bei Hund und Katze. Dieser Eingriff erfolgt grundsätzlich unter Narkose, da die meisten Tiere diese Behandlung im Wachzustand nicht tolerieren. Erkennen wir während des Vorgangs weitere Zahnerkrankungen können diese gegebenenfalls gleich mitbehandelt werden.

Der Besitzer kann erste Zahnprobleme häufig schon an kleinen Hinweisen erkennen, wie z.B. Mundgeruch. Hunde und Katzen fressen in der Regel trotz Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen.

Erst wenn massive und längerfristige Probleme in der Mundhöhle auftreten, ändern sich Fress- und Kauverhalten. Prophylaxe ist daher sehr wichtig! Der Besitzer kann einiges für die Zahngesundheit seines Tieres tun: Für Hunde gibt es zahlreiche Kauhilfen, die bei der Zahnreinigung helfen. In besonderen Fällen empfehlen wir die Zähne des Hundes mit einer Zahnbürste zu putzen. Auch für Katzen gibt es spezielle Kauhilfen, die man ausprobieren kann. Außerdem sollte einmal jährlich eine Zahnkontrolle durch den Tierarzt erfolgen. Bei kleinen Hunderassen, je nach Fressverhalten oder bei Tieren mit chronischen Zahnfleischproblemen sind Untersuchungen mehrmals im Jahr anzuraten.

Die Zahnheilkunde bei Heimtieren ist gesondert zu betrachten. Die häufigste Ursache für Inappetenz bei Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratte und Chinchilla sind Zahn- und Kieferfehlstellungen. Bei allen Nagetieren, Kaninchen und Hasen wachsen die Zähne zeitlebens und daraus ergeben sich spezielle Zahnprobleme. Ein zu langes Wachstum wird durch gegenseitigen Abrieb der Zähne verhindert. Dieser Abrieb ist jedoch nur durch einen ausreichend hohen Rauhfutteranteil (z.B. Heu) zu gewährleisten. Dennoch können auch bei optimaler Ernährung Zahnfehlbildungen, wie z.B. Zahnspitzen und Zahnfehlstellungen entstehen. Bleiben diese unentdeckt, verursachen sie starke Schmerzen, so dass die Tiere inkorrekte Kaubewegungen durchführen. Daraus können sich weitere Zahnfehlstellungen ergeben – ein Teufelskreis beginnt. Letztendlich nimmt das Tier keine Nahrung mehr auf.

Kontrollieren Sie daher täglich, ob Ihr Tier genügend Futter aufnimmt. Eine wöchentliche Gewichtskontrolle mit der Waage kann helfen, einen Gewichtsverlust rechtzeitig zu erkennen.­ Ein Kürzen der Schneidezähne ist bei Heimtieren in der Regel ohne Narkose oder Sedation möglich. Eine Korrektur der Backenzähne hingegen ist ausschließlich in Narkose oder Sedation möglich. Ziel einer Zahnbehandlung bei Heimtieren ist die Wiederherstellung einer normalen Schlussbissstellung der Zähne, so dass ein natürlicher und ungestörter Kauvorgang möglich ist.